IP-Telefonanlagen
Die klassischen Telefonanlagen waren früher (zum Teil sind sie immer noch) entweder mit hohen Anschaffungskosten oder mit langen Leasing bzw. Mietverträgen verbunden. Die IP-Telefonanlagen dagegen bieten mehr Möglichkeiten und mehr Komfort und sind trotzdem in der Anschaffung deutlich günstiger als die klassischen Telefonanlagen.
Anders als bei klassischen Telefonanlagen ist das Herzstück der Telefonanlage nicht eine eigens entwickelte Platine, sondern oft ein "handelsüblicher" PC bzw. Server. Wo früher die Telefonanlagen für grössere Unternehmen ganze Keller beansprucht hatten, ist heute nur ein Netzwerkschrank notwendig, um einige Tausend Gespräche gleichzeitig führen zu können. Durch die Vereinigung von Daten und Sprache, werden keine separaten Daten- und Telefoniekabel benötigt. Die IP-Telefonanlagen sind somit nicht nur kompakter, sondern bieten viel mehr Funktionalität, hohe Skalierbarkeit, hohen Bedienkomfort und was sehr wichtig ist: Herstellerunabhängigkeit! Dank des SIP-Standards, können Endgeräte (also Telefone/Faxgeräte/Türsprechstellen/Kameras) von verschiedenen Herstellern eingesetzt werden. Die Erweiterungsfähigkeit lässt ebenfalls keine Wünsche offen: durch den Einsatz von Medien-Gateways sind Verbindungen über ISDN oder Primärmultiplex-Anschlüsse auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich - auch der Einsatz von GSM-Gateways, die es erlauben kostengünstig direkte Handygespräche zu führen, stellt für die IP-Anlagen kein Problem dar.

Abb. 1

Die Abbildung 1. zeigt eine typische Installation einer IP-Telefonanlage in einem Unternehmen. Die Anzahl der Nebenstellen kann je nach Grösse der IP-Anlage beliebig erweitert werden. Gleiches gilt für die Anzahl der ISDN bzw. S2M Anschlüsse - Die IP-Telefonanlagen können an jede Art der externen Verbindung angeschlossen werden, egal ob ISDN, Primärmultiplex, die neuen NGN-Anschlüsse (reine SIP-Anschlüsse) oder gar externe SIP-Provideranschlüsse in eigenem oder fremden Land.